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Broschüre „Neue Nachbarn“ zu Rechtspopulismus in Hessen erschienen


Das Kasseler Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Hessen hat eigenverantwortlich eine umfangreiche Broschüre zu Rechtspopulismus in Hessen unter dem Titel "Neue Nachbarn" herausgegeben.

Cover der Broschüre "Neue Nachbarn"
Cover der Broschüre "Neue Nachbarn"

Darin werden Akteure und Strategien sowie die parlamentarische Arbeit in hessischen Kommunalparlamenten ein gutes Jahr nach der Kommunalwahl 2016 beschrieben.

Zudem wird auch ein Blick ins Nachbarland Frankreich geworfen, wo mit dem „Front National“ seit Jahren eine rechtsextreme Partei sogar zum Teil in kommunaler Regierungsverantwortung ist.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in der 32-seitigen Broschüre auf den angemessenen Umgang mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Strategien bzw. Provokationen gelegt. Dafür wurden auch Abgeordnete unterschiedlicher Parteien aus verschiedenen Landkreisen interviewt.

Die Beiträge im Einzelnen:

  • Dr. Gudrun Hentges, Politologin an der Uni Köln, beschreibt in ihrem Beitrag Formen, Inhalte und Ursachen des Rechtspopulismus in Europa. Über die Entstehungsgeschichte, Wirkungsweisen und Strukturen der Neuen Rechten in Deutschland informiert Dr. Volker Weiß, Historiker, in seinem Beitrag „Die Neue Rechte in Deutschland“.
  • Daran anknüpfend beleuchtet Bernard Schmid, Jurist und freier Journalist, die Karrieren von Kommunalpolitiker*innen der rechtsradikalen Partei „Front National“ in den Rathäusern Frankreichs und wirft einen Blick auf die langjährigen Erfahrungen mit dieser Partei in Kommunalparlamenten in Frankreich.
  • Außerdem gibt es in der Broschüre Interviews mit hessischen Kommunalpolitiker*innen zu ihren ersten Erfahrungen mit der AfD in hiesigen Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen. Drei verschiedene Regionen werden dabei exemplarisch in den Blick genommen: Marburg-Biedenkopf, Landkreis Fulda und Stadt Kassel. Erkenntnisse aus ganz Hessen werden in einem „Hessenüberblick“ dargelegt, in dem auch die Erfahrungen sowie Beobachtungen aus anderen Landkreisen Nordhessens zusammengefasst werden.
  • Die Broschüre schließt mit einem Plädoyer für einen Perspektivwechsel: Statt rechtspopulistischer Aussagen sollte die Stärke zivilgesellschaftlichen Engagements vor Ort deutlicher in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit gestellt werden, so die Autoren*innen. Die Entwicklung selbstbewusster politischer Forderungen von Organisationen, Bündnissen und engagierten Bürger*innen, die tagtäglich an einer offenen Gesellschaft arbeiten, sollte ihrer Ansicht nach gerade in einem Wahljahr im Fokus stehen.


Die Broschüre, die von der Amadeu Antonio Stiftung finanziell gefördert wurde, kann kostenfrei beim MBT Hessen (info@mbt-hessen.org) bestellt werden oder steht zum kostenlosen Download bereit: http://mbt-hessen.org/images/material/MBT_Broschuere_Rechtspopulismus_32S_A4_12.pdf

Quelle: MBT Hessen, Richard Roosen Straße 11, 34123 Kassel, Tel.: 0561/8616766, www.mbt-hessen.org, https://www.facebook.com/pages/MBT-Hessen/286636501463761