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Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ veröffentlicht Positionspapier


„Zivilgesellschaftliche Strukturen stärken und Ausstiegsarbeit etablieren“ fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V. in einem aktuellen Positionspapier zur Bundestagswahl 2017, das vorige Woche in Berlin vorgestellt wurde.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg" e.V. (BAG) ist ein bundesweiter Akteur und Dachverband mit insgesamt neun institutionellen Gründungsmitgliedern, die deutschlandweit über spezifische Erfahrungswerte und Methoden im Bereich der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit aus dem Rechtsextremismus verfügen. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist auch „Rote Linie – Hilfen zum Ausstieg vor dem Einstieg“ aus Hessen (Marburg).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft hat die Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung für Menschen aus rechten Kontexten zum Ziel. Diese trage ihrer Ansicht nach wesentlich zur gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bei und sollte daher gleichberechtigt neben Mobiler Beratung und Opfer- bzw. Betroffenenberatung etabliert werden.

Durch den interventionsorientierten Charakter der Projekte werde auch der Prävention von Straftaten und dem Schutz von Betroffenen Rechnung getragen. Zu diesem Zweck erarbeitete die BAG durch Austausch und Vernetzung der bundesweit agierenden zivilgesellschaftlichen Ausstiegs- und Distanzierungsprojekte gemeinsame Qualitätsstandards.

In dem neuen Positionspapier fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ u. a., dass die Politik „ein deutliches Signal der Anerkennung der Ausstiegs-und Distanzierungsarbeit setzen“ solle. Dieses Signal sollte öffentlichkeitswirksam in allen Bundesländern parteiunabhängig kommuniziert werden.

Die Ausstiegs-und Distanzierungsarbeit stelle eine „gesellschaftliche Querschnittsaufgabe dar, die nur unter Bereitstellung von ausreichenden Ressourcen von Bund und Ländern (insbesondere auch für Jugend- und Schulsozialarbeit) professionell zu bewältigen“ sei.

>> pdf des BAG-Positionspapiers

Quellen:
http://www.presseportal.de/pm/125730/3574710
http://www.pflaster-info-agentur.de/index.php?area=1&p=news&newsid=47243