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Neue Hilfe gegen Antisemitismus in Hessen – Beratungsstelle OFEK geht an den Start


11.05.2020

Antisemitische Gewalt und Diskriminierung nimmt zu und damit auch der Bedarf an effizienter Beratung und Hilfe. Seit Frühjahr 2020 bietet die psychosoziale Beratungsstelle „OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung“ auch in Hessen lokale Unterstützungsangebote an.

Neue Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Hessen
Neue Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Hessen

Wie wichtig das ist, zeigt der Anstieg judenfeindlicher Delikte im vorigen Jahr. Laut dem aktuellen Jahresbericht 2019 zur „Politisch motivierten Kriminalität“ sind antisemitische Straftaten in Deutschland um rund 13 Prozent gestiegen (siehe: https://www.welt.de/politik/deutschland/article207865375/Kriminalitaet-13-Prozent-mehr-antisemitische-Straftaten.html).

„OFEK“ ist eine Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment der „Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.“ (ZWST) und unterstützt seit 2017 bundesweit Betroffene und ihr soziales Umfeld sowie pädagogische und soziale Einrichtungen im Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung. Ab sofort ist OFEK e. V. auch in Hessen unterstützend tätig. 

Der Standort OFEK Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main ermöglicht stärkende psychosoziale und juristische Beratung nach antisemitischen Vorfällen – auf Wunsch auch im telefonischen und digitalen Format, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Beratung ist anonym, vertraulich und kostenfrei. 

Gefördert wird das Projekt „OFEK Hessen - Community basierte Interventionen“ durch das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“. 
Webadresse: https://zwst-kompetenzzentrum.de/ofek-hessen/

OFEK e.V. arbeitet im engen Austausch mit überregional agierenden Projekten und Organisationen. Hierzu gehören die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) mit Sitz in Frankfurt am Main, das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST), die Bildungsstätte Anne Frank, der Bundesverband RIAS, der Verband von Opferberatungsstellen (VBRG) und viele andere Partner.

„In Zeiten von wachsendem Antisemitismus sind Beratungsangebote für Opfer judenfeindlicher An- und Übergriffe ganz besonders wichtig“, sagt Uwe Becker, Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen. „Hier erfahren Betroffene nicht nur Gehör, sondern es wird gezielt geholfen und beraten. Mit der Anbindung an die ZWST und der engen Vernetzung mit anderen Trägern der Beratungsarbeit in Hessen eröffnet OFEK nicht nur dem hebräischen Namen nach einen Horizont für Opfer von Judenhass, sondern stärkt und unterstützt jede und jeden einzelnen. Mit ihrer neuen Beratungsstelle in Frankfurt ist OFEK nun auch am Main vertreten und bietet für ganz Hessen individuelle, aber auch gruppenbezogene Beratung an, gibt Hilfestellung auch in rechtlichen Fragen und vor allem anonym, vertraulich und kostenlos. Wer den Lichtstrahl am Horizont für sich oder andere sucht, wird bei OFEK fündig“, so Becker.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind persönliche Beratungen in der OFEK-Beratungsstelle in Frankfurt derzeit noch nicht möglich. Die Beratung erfolgt telefonisch und online. Bedarfsbedingt bietet die bundesweite OFEK-Hotline derzeit eine erweiterte psychosoziale und psychologische Beratung an.

Kontakt
Beratungsanfragen in Hessen:
Ricarda Theiss
montags, 12 - 15 Uhr, und mittwochs, 9 -12 Uhr
Tel. 069 944 371 50, 0159 013 593 90
theiss@ofek-beratung.de
http://ofek-beratung.de/hessen

Bundesweite telefonische OFEK-Hotline:
Viktorija Kopmane
Montag 16 – 18 Uhr; Dienstag 10 – 12 Uhr
Mittwoch 12 – 14 Uhr; Donnerstag 10 – 12 uhr; Freitag 12 – 14 Uhr
030 610 80 458
0176 458 755 32
kontakt@ofek-beratung.de

Quelle: OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung: Pressemitteilung „Beratungsstelle OFEK geht an den Start“ vom 8. Mai 2020