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Dialog bei einer Tasse Tee: ein Buch über Erfahrungen in der Begegnung mit Geflüchteten


18.12.2017

Ein sehr persönliches Buch über ihre ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten hat die in der Nähe von Homberg/Ohm lebende Autorin Astrid Ruppert geschrieben und dabei entdeckt: „Sobald das Fremde ein Gesicht bekommt und man dem Fremden begegnet, wird es vertraut. Man muss nicht mehr ausgrenzen, man kann sich annähern.“

Buchcover „Tee mit Ayman. Im Dialog mit Geflüchteten“
Buchcover „Tee mit Ayman. Im Dialog mit Geflüchteten“

Die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Astrid Ruppert schrieb bislang nur fiktionale Geschichten. Doch als sie 2015 begann, sich um die neueingetroffenen Flüchtlinge in der Nachbargemeinde zu kümmern, war sie sehr bewegt von allem, was sie erlebt hat, sagt sie zu ihrer Motivation für das Buch: „Denn zwischen den Teegläsern und dem verschütteten Zucker und vielen durcheinander wirbelnden Emotionen warteten viele Geschichten darauf, erzählt zu werden. Also begann ich, alles aufzuschreiben.“

Die persönlichen, reflektierenden Texte erschienen zunächst als wöchentliche Kolumne in der „Alsfelder Allgemeinen Zeitung“ und berührten eine große Leserschaft. Deshalb beschloss sie, diese Texte zusammen als Buch herauszugeben.

Zum Inhalt des Buches: Deutschland 2015, Flüchtlingssommer. In einer kleinen Gemeinde im Vogelsberg finden 20 Geflüchtete eine Unterkunft. Dort begegnet die Autorin Astrid Ruppert dem Syrer Ayman bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit und erlebt Kämpfe gegen die Windmühlen der Bürokratie, berührende zwischenmenschliche Momente und einen „Culture Clash“ zwischen Orient und Okzident, der gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen ist.

Und immer gibt es Tee. Teetrinken mit Ayman ist bitter und süß. Denn neben wachsendem Vertrauen und einer beginnenden Freundschaft erlebt die Autorin über den Kontakt mit den Geflüchteten, was es bedeutet, unmittelbar von Krieg betroffen zu sein.

Sie reflektiert ihre Aufgaben im Ehrenamt, hinterfragt sich immer wieder selbst, indem sie eigene Vorurteile aufdeckt, Motivationen unter die Lupe nimmt und betont, wie wichtig der Dialog ist: „Wir sind so kompetent und lösungsorientiert und geübt darin, Probleme aus der Welt zu schaffen … Die Schwierigkeit beim Helfen besteht darin, zu erkennen, welche Art der Hilfe überhaupt gewünscht ist.“

Gleichzeitig erfährt man im Buch, warum eine deutsche Teekanne aus Glas keine Teekanne ist, warum Neonröhren so beliebt sind und was ein verliebter Syrer sagt, wenn sein Herz spricht …

Das 224 Seiten umfassende Buch von Astrid Ruppert „Tee mit Ayman. Im Dialog mit Geflüchteten“ ist im Sommer 2017 als Paperback erschienen im Hamburger Tredition-Verlag und kostet 10.95 Euro. Vielleicht kurzfristig noch eine gute Idee für ein Weihnachtsgeschenk?

Weitere Informationen >> https://tredition.de/autoren/astrid-ruppert-20939/tee-mit-ayman-paperback-92789/ und http://astridruppert.de/ und https://de-de.facebook.com/TeemitAyman/
Bericht über eine Buchlesung im „Lauterbacher Anzeiger“ siehe: http://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/herbstein/zuhoeren-und-tee-trinken--mit-ayman_18211001.htm