Pro aktive Beratung von Kommunen bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerber/-innen

Die steigende Zahl von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen stellt insbesondere die Kommunen vor neue Herausforderungen. Städte und Gemeinden in Hessen müssen vorhandene Unterkünfte erweitern oder neue Unterkünfte einrichten. Vielerorts gründen sich Bürgerinitiativen, die sich gegen eine höhere Zahl von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen in ihren Gemeinden wehren. In vielen Fällen nutzen rechtsextreme Parteien und Gruppen diese Initiativen als Plattform für die Verbreitung ihrer Ideologien.

Warum pro aktive Beratung?

Das neue Angebot der „pro aktiven Beratung von Kommunen bei der Neuaufnahme und Integration von Flüchtlingen“ unterstützt und berät:

  • zur Vermeidung von Konflikten im Vorfeld und zur Deeskalation im Gemeinwesen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen,
  • zum Umgang mit rechtsextremen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen,
  • die örtliche Zivilgesellschaft zur Schaffung einer Willkommenskultur vor Ort.

Zielgruppen für die pro aktive Beratung sind:

  • kommunale Verantwortungsträger/-innen wie Bürgermeister/-innen,

  • weitere relevante lokale, deutungsmächtige Akteure aus Kirchen oder Vereinen,

  • zivilgesellschaftliche Bündnisse, Initiativen, Runde Tische o.ä. von Bürger/-innen vor Ort, die einen Beitrag zur Deeskalation und für eine örtliche Willkommenskultur leisten möchten.

Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wie der Diakonie Hessen und dem Hessischen Flüchtlingsrat wurden die Berater/-innen für die spezifischen Herausforderungen dieses neuen Aufgabenfeldes fortgebildet. Es wurde ein eigenes Beratungskonzept entwickelt und nach erfolgreicher Erprobung eingeführt.

Weiterentwicklung unseres Angebots

Die Expertise des ISS „Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?“ bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Angebots der proaktiven Beratung von Kommunen. In dieser wurde der Status Quo bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Hessen ermittelt und darüber hinaus wurden zentrale Handlungsfelder für die proaktive mobile Beratung identifiziert.

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendIm Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!'Land Hessen