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Neue Studienzahlen belegen: Hass und Hetze im Netz gefährden unsere Demokratie


08.08.2019

Wer online unterwegs ist, begegnet immer öfter Hass und Hetze. Das hat Folgen. Neue Zahlen einer aktuellen Studie belegen, dass „Hate Speech“ die Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt beeinträchtigt und damit eine Gefahr für unsere Demokratie ist.

Cover der neuen Studie „Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie“
Cover der neuen Studie „Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie“

Die repräsentative Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) und anderer Kooperationspartner mit dem Titel „Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie“ zeigt das Ausmaß und die Wirkung von Hate Speech. Dafür wurden über 7.000 Menschen befragt – es ist die bislang größte umfassende Untersuchung dieser Art.

Die Ergebnisse erschrecken: 40 Prozent der Befragten haben bereits Hate Speech erlebt. Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind es sogar 73 Prozent. Fast drei Viertel der Befragten sind besorgt, dass durch den Hass im Internet auch die Gewalt im Alltag zunimmt.

Die vorliegende Studie untersuchte Hass im Netz sowohl bundesweit als auch aufgeschlüsselt für die einzelnen Bundesländer, und sie zeigt klar die negativen Folgen für die Betroffenen: Stress, Angst und Depressionen. Und auch die freiheitliche Grundordnung leidet unter dem Hass im Netz, denn mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie im Netz seltener ihre politische Meinung äußert – aus Angst vor kollektivem Hass.
Ein großes Problem dabei ist: Die Betroffenen fühlen sich oft allein gelassen und von Polizei und Behörden nicht ernst genommen. Nur wenige erstatten Anzeige; die Täter*innen kommen dann straflos davon.
Die an der Studie beteiligte Bürgerbewegung und Online-Plattform „campact.de“ hat daher eine Kampagne mit Gegenvorschlägen entwickelt, wie man das ändern könnte; siehe: https://aktion.campact.de/hate-speech/appell-bundesweit/teilnehmen?pk_vid=936fea88c3dc64c9156525955801b763.

>> Weitere Informationen und Ergebnisse zur Studie findet man auf >> https://www.idz-jena.de/forschungsprojekte/hass-im-netz-eine-bundesweite-repraesentative-untersuchung-2019/

>> Die gesamte 158-seitige Studie als pdf-Datei kann man sich herunter laden unter https://www.idz-jena.de/fileadmin/user_upload/_Hass_im_Netz_-_Der_schleichende_Angriff.pdf?fbclid=IwAR2cKR9CicW8SmDiBWI2pZ74qzWHZcYa7hqhr8YQST0ZqKVMtDBp0H945OA

Quellen: https://www.idz-jena.de/forschungsprojekte/hass-im-netz-eine-bundesweite-repraesentative-untersuchung-2019/, https://www.campact.de/campact/, https://www.demokratie-leben.de/zusatzseiten/forschungsbericht-zu-hass-im-netz.html