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„Radikal“: ein jugendgerechtes und ausgezeichnetes Medienpaket zur Extremismusprävention


Unter dem Titel „Radikal“ wurde in Hessen ein Medienpaket mit Film und Unterrichtsmaterialien entwickelt, das Jugendliche gegenüber „Islamismus/Salafismus“, „Rechtsextremismus“ sowie „Linksextremismus“ sensibilisieren soll. Vor Kurzem wurde „Radikal“ als bester Kurzfilm der Region beim "Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival" ausgezeichnet.

„Radikal“: ausgezeichnetes Medienpaket mit Film und Unterrichtsmaterialien, das Jugendliche vor Radikalisierung und Extremismus schützen soll
„Radikal“: ausgezeichnetes Medienpaket mit Film und Unterrichtsmaterialien, das Jugendliche vor Radikalisierung und Extremismus schützen soll

Der Film, der Anfang 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und seitdem vor allem in Schulen im Einsatz ist, klärt in 17 Minuten über die drei Phänomenbereiche „Rechtsextremismus“, „Islamismus/Salafismus“ sowie „Linksextremismus“ auf. Im Sommer wurde das Video als bester Kurzfilm der Region beim "Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival" – einem der größten deutschen Festivals dieser Art – ausgezeichnet. 

Das Werk wurde vom Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) durch das Frankfurter Filmunternehmen Luna Park 64 realisiert und stößt bundesweit auf große Nachfrage: Bundesweit wurden bereits mehr als 9.000 Exemplare aus dem Innenministerium verschickt.

In dem Kurzfilm durchläuft die 19-jährige Hauptfigur Simon verschiedene mögliche Zukunftsszenarien, in denen er sich jeweils unterschiedlichen Formen des Extremismus’ nähert und ihnen verfällt. Dabei wird deutlich, dass er aufgrund seiner Frustration und Perspektivlosigkeit für Extremisten ansprechbar wird und in deren Kreise gerät. Die Szenarien des Linksextremismus, des Rechtsextremismus und des Islamismus werden dabei in Sequenzen dargestellt, die realitätsnah ähnliche Schritte der Radikalisierung und Extremisierung zeigen. Am Schluss findet Simon seinen eigenen Weg im Leben und übernimmt seinerseits Verantwortung für jüngere Menschen.

„Radikal“ richtet sich primär an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 - 10 und wird für den Unterricht an hessischen Schulen zur Verfügung stehen.
Die zum Film entwickelten Unterrichtsmaterialien dienen dem präventiven Jugendschutz und haben zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigem Denken zu motivieren und sie für die Gefahren einfacher Antworten und Feindbilder zu sensibilisieren. Sie regen zu einer Auseinandersetzung über Ursachen und Implikationen von Radikalisierung an und vermitteln Kenntnisse über Arbeitsweise und Manipulationstechniken extremistischer Internetpropaganda.

„Radikal“ ist bundesweit einmalig

„Unser Ziel ist es, Jugendliche und Heranwachsende für das Thema Radikalisierung zu sensibilisieren. Dazu muss man zunächst ihr Interesse wecken und sie in einen Dialog bringen. Es nützt wenig, wenn wir mit einem ‚erhobenen Zeigefinger‘ kommen. Daher haben wir uns für einen Film entschieden, der die Jugendlichen auf Augenhöhe erreicht, weil er ihre Musik verwendet, ihre Sprache spricht und ihre Medien nutzt. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und das große bundesweite Interesse“, so Innenminister Peter Beuth.

Der Film „Radikal“ sei in dieser Form bundesweit einmalig, so der Minister. Er thematisiert die Radikalisierung über das Internet und greift dabei alle relevanten Phänomenbereiche auf.

Innerhalb Hessens erhielten alle weiterführenden Schulen, Polizeipräsidien, relevante Beratungsstellen, die Landesjugendfeuerwehren, Justizvollzugsanstalten, der Hessische Jugendring, der Landeselternbeirat, das Kommissariat der Katholischen Bischöfe Hessen, alle religionspädagogischen Institute der Evangelischen Kirche in Hessen sowie die Mitglieder des Integrationsbeirats der hessischen Landesregierung, des Asylkonvents und des Fachbeirats zum Hessischen Präventionsnetzwerk gegen Salafismus Filmexemplare.

Über die Grenzen Hessens hinaus wurde der Lehrfilm an die Innenministerien, Kriminalämter, Verfassungsschutzämter, die Zentralstellen für politische Bildung in Bund und Ländern versendet sowie viele Schulen und interessierte Einrichtungen.Über die Grenzen Hessens hinaus wurde der Lehrfilm an die Innenministerien, Kriminalämter, Verfassungsschutzämter, die Zentralstellen für politische Bildung in Bund und Ländern versendet sowie viele Schulen und interessierte Einrichtungen.

Interessierte können sich wenden an das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE), Web: https://hke.hessen.de/, E-Mail: hke@hmdis.hessen.de

Quellen und weitere Informationen: https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/radikal-als-bester-kurzfilm-ausgezeichnet,
https://www.hessen.de/pressearchiv/pressemitteilung/premiere-des-aufklaerungsfilms-radikal-des-hessischen-innenministeriums-0,
http://www.lunapark64.de/index.php?id=539