Tradwives – Rückschritt mit Reichweite

Auf TikTok und Instagram erleben sogenannte Tradwives (kurz für Traditional Wives) gerade einen massiven Aufschwung. Sie inszenieren sich in blütenweißen Küchen, backen Brot von Grund auf, tragen Schürzen im 50er-Jahre-Stil und präsentieren ein Leben, in dem die Frau für Haushalt und Familie zuständig ist, während der Mann das Geld verdient. Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Lifestyle-Trend wirkt, hat bei genauerem Hinsehen eine politische Dimension – denn die romantisierten Bilder transportieren Botschaften über Geschlechterrollen, Weiblichkeit und gesellschaftliche Ordnung, die weit über Brotrezepte hinausgehen.

Sophia Fechter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum der Philipps-Universität Marburg, forscht zu Onlinephänomenen und deren Einfluss auf politische Auseinandersetzungen. Im Gespräch mit Angela Fitsch erklärt sie, warum der Tradwife-Trend echte gesellschaftliche Ängste aufgreift und gezielt nutzt, welche Verbindungen zur Manosphere und rechten Bewegungen bestehen und warum es sich lohnt, hinter die perfekt ausgeleuchteten Küchen zu schauen.

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Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. 

Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.

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